50 m Becken Hiesfeld Reinhard Claves

Dinslaken. Reinhard Claves, Breitensport-Abteilungsleiter der SGP Oberlohberg, hat ganz eigene Vorstellungen zu den Planungen im Dinslakener Bäderkonzept.

Das Bäderkonzept der Dinslakener Stadtverwaltung sollte in der aktuellen Fassung nicht umgesetzt werden, findet Reinhard Claves, Breitensport-Abteilungsleiter der SGP Oberlohberg. Claves hat Bürgermeister Michael Heidinger einen Antrag zur Prüfung eines alternativen Konzeptes geschickt. Die Konzentration auf die Erweiterung der Wasserflächen am Dinamare mit den im Gutachten erläuterten Erweiterungen, sollten demnach bis auf die Ergänzung eines Lehrschwimmbeckens und Ertüchtigungen im Bestand zurückgenommen werden und der Standort Hiesfeld ein 50-Meter-Schwimmbecken erhalten.

„Die Zukunftsprognose für den wachsenden Stadtteil Hiesfeld und der demografische Wandel in unserer Stadt muss an die Bedürfnisse aller Beteiligter angepasst werden“, so Claves. Ein Naturbad würde diesen Ansprüchen nicht gerecht werden, da die Nutzungsbedingungen für den Schulsport, den Vereinen, Frühschwimmern und dem Schwimmbadverein nicht genügten.

Claves fordert, den Bau eines 50-Meter-Schwimmbeckens in Hiesfeld zu prüfen, das den Anforderungen eines eventuellen Ganzjahresbetriebs entspreche. Die Prüfung solle sich auch darauf erstrecken, den Ganzjahresbetrieb eventuell durch ein Traglufthalle oder ähnliche Konstruktion zu sichern. „Der Schulsport würde Vorteile und Synergieeffekte in der Stundenplangestaltung, der Einführung eines Sportleistungskurses mit Abiturprüfung anbieten können. Der Transport der Schüler in das Dinamare würde entfallen und Zeiteinsparungen einen effektiven Sportunterricht ermöglichen.“

Da die Stadt Dinslaken mit einem neuen Sportförderkonzept auch die Nutzungsbedingungen für Bezirkssportanlagen, Sportplätzen sowie Sporthallen auf ihre Agenda geschrieben habe, sollte auch ein Bäderkonzept den Ansprüchen aller Bürger entgegenkommen. „Die Konzentration auf einen Standort wird diesen Ansprüchen nicht gerecht, da auch hier Kapazitätsdefizite zu befürchten sind.“ Durch die Schließung eines Bades in Duisburg-Walsum könnten zudem Bürger aus diesem Stadtteil die Nutzung eines Bades in Hiesfeld eher annehmen als die Fahrt zum Dinamare. Die Erweiterung des Badestandortes Dinamare mit einem Lehrschwimmbecken begrüßt Claves. „Alle weiteren baulichen Änderungen auch hinsichtlich einer Saunalandschaft und die Aufstockung und Erweiterung der Gastronomie sollten entfallen und die freiwerdenden Mittel in Hiesfeld eingeplant werden. Die Sauna im Mattlerbusch, die leicht erreichbar ist und ebenfalls einen starken Besucherrückgang verzeichnet, macht deutlich, dass solch ein Angebot nicht kostendeckend und auch nicht die notwendigen Besucherzahlen erzielen wird.“

Die Finanzierung könnte seiner Meinung nach auch durch Fördermittel des Landes für den Schulsport, über Mittel des Landessportbundes, durch Meisterschaftsaustragungen, aus Fördermitteln von Stiftungen für den Jugendsport und Leistungssportzentren sowie den Einsparungen durch die im Bäderkonzept vorgesehenen, dann nicht notwendigen baulichen Änderungen und Maßnahmen am Dinamare erfolgen. Die Personalkostenseite könne ebenfalls durch Wegfall der Maßnahmen am Dinamare, durch Vereinsengagement, Ehrenamtler und Einbindung freiwilliger Helfer der DLRG kompensiert werden.